UEFA Champions League 2025-26: Format, Regeln und Struktur
Die UEFA Champions League 2025-26 war die 71. Auflage des europäischen Spitzenklub-Wettbewerbs und die zweite, die im Ligaphasen-Format mit einer einzigen Tabelle ausgetragen wurde. Die Struktur ist bewusst einfach — eine Tabelle für 36 Klubs, dann fünf K.-o.-Phasen —, aber die Details zu Qualifikation, Setzung, Disziplin und Tiebreak entscheiden darüber, wer gegen wen spielt. Diese Seite erklärt, wie die Saison funktionierte.
Die Ligaphase im Überblick
Alle 36 Klubs teilten sich eine Tabelle. Jeder bestritt acht Spiele gegen acht verschiedene Gegner, vier zu Hause und vier auswärts, über acht Spieltage vom 16. September 2025 bis zum 28. Januar 2026. Das ergab 144 Ligaphasen-Spiele. Siege bringen drei Punkte, Unentschieden einen, Niederlagen keinen. Die acht bestplatzierten Klubs qualifizierten sich direkt für das Achtelfinale, die Klubs auf den Plätzen 9 bis 24 traten in die Play-offs ein, und die auf den Plätzen 25 bis 36 schieden aus.
Von den K.-o.-Play-offs bis zum Finale
Die Play-offs waren eine Hinspiel-Runde für die 16 Klubs, die zwischen Platz 9 und 24 landeten, ausgetragen am 17./18. und 24./25. Februar 2026. Das Achtelfinale (10./11. und 17./18. März) reduzierte das Feld auf acht, die Viertelfinale (7./8. und 14./15. April) auf vier, und die Halbfinale (28./29. April und 5./6. Mai) auf zwei Finalisten. Das Finale am 30. Mai 2026 in der Puskás Aréna schloss eine Saison mit 189 Spielen und 655 Toren ab.
Jede Runde von den Play-offs bis zu den Halbfinalen wurde im Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Gesamttordifferenz entschied die Duelle; Auswärtstore zählten nicht separat. Steht es nach 90 Minuten in einem der beiden Spiele unentschieden, folgen Verlängerung und, falls nötig, Elfmeterschießen.
Tiebreak, Koeffizient und Setzung
Klubs mit Punktgleichheit in der Ligaphase werden durch die Tordifferenz, dann durch die erzielten Tore und erst dann durch das UEFA-Klub-Koeffizienten-Ranking und das Los getrennt. Der Koeffizient entscheidet auch die vier Lostöpfe für die Ziehung der folgenden Saison, was es Klubs aus kleineren Verbänden ermöglicht, gegen Gegner aus einem vergleichbaren Kräfteverhältnis in der Ligaphase gelost zu werden.
In den K.-o.-Runden tragen gesetzte Klubs das Rückspiel zu Hause aus, sodass der Ligaphasen-Platz direkt in einen Spielvorteil für die bestplatzierten Teams umgewandelt wird.
Karten, Sperren und Kaderregeln
Gelbe Karten sammeln sich über die Kampagne hinweg an: Wer die maßgebliche Schwelle erreicht, ist für das nächste Spiel gesperrt. Eine glatte Rote Karte oder die zweite Verwarnung im selben Spiel bedeutet eine automatische Sperre, längere Sperren folgen nach einer Überprüfung des Vorfalls. Sperren gelten auch für das Finale, was häufig kurzfristige Kaderumbauten im Vorfeld der Entscheidung in Budapest erzwingt.
Verlängerung, Elfmeterschießen und Spielleitung
Vor einem Elfmeterschießen werden zwei Hälften von je fünfzehn Minuten Verlängerung gespielt. Das Elfmeterschießen beginnt mit je fünf Schüssen pro Mannschaft, abwechselnd und mit Seitenwechsel, gefolgt von einem Sudden Death, falls der Gesamtscore weiter gleich bleibt. Versuchte Finten und störende Torhüter-Bewegungen werden geahndet, und wiederholte Verstöße können zu einer Wiederholung des Schusses führen.
Die Spiele werden von einem Team gepfiffen, das zwei Assistenten, einen vierten Offiziellen und ab den Halbfinalen einen Video-Assistenz-Schiedsrichter umfasst. VAR wird für Tore, Rote Karten, Strafstöße und eine irrtümliche Identifizierung eingesetzt, wobei pro Spiel eine begrenzte Anzahl an Überprüfungen und Unterbrechungen erlaubt ist.