Jeremy Doku von Manchester City wird das WM-Gruppenspiel Belgiens gegen den Iran verpassen. Der 21-jährige Flügelspieler leidet an Atemwegsproblemen und wurde vom belgischen Nationalteam aus dem Kader gestrichen, wie die britische Sun berichtete. Ein herber Rückschlag für die Roten Teufel, die in Gruppe G um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen.
Doku konnte nach seiner Ankunft beim belgischen Nationalteam nicht mehr trainieren. Das medizinische Personal der Nationalmannschaft diagnostizierte die Atemwegsprobleme und entschied, den Youngster für das Duell mit dem Iran nicht zu nominieren. Diese Nachricht versetzt nicht nur die belgischen Fans in Sorge, sondern auch Pep Guardiola, der bereits vor der Länderspielpause leichte Bedenken bezüglich des Gesundheitszustandes seines Spielers geäußert hatte.
Der dribbelstarke Offensivmann gehört bei Manchester City zu den Shootingstars dieser Saison. In 27 Premier-League-Einsätzen steuerte er vier Tore und sechs Vorlagen bei – Zahlen, die für einen Einsteiger in die Premier League beeindruckend sind. Besonders seine Geschwindigkeit und sein Spielverständnis haben die Anhänger der Citizens begeistert. Bei der WM in Katar sollte der Youngster nun sein Talent auf der größten Fußballbühne der Welt zeigen, doch daraus wird vorerst nichts.
Die Lücke, die Doku hinterlässt, ist groß. Trainer Roberto Martínez muss nun auf Alternativen zurückgreifen. In der Offensive bieten sich Spieler wie Johan Bakali oder Jeremy Doku als Ersatz an, doch keiner kann den gleichen Spielstil garantieren. Dokus Fähigkeit, mit Tempodribblings die gegnerische Abwehr zu zerreißen, macht ihn einzigartig im belgischen Kader.
Aus deutscher Perspektive ist das Thema besonders interessant. Die Bundesliga-Medien, insbesondere Kicker und Sport Bild, berichten regelmäßig über das Geschehen in der Premier League und die Entwicklung junger europäischer Talente. Dokus Ausfall könnte auch Auswirkungen auf mögliche zukünftige Transfers haben. Mehrere Bundesliga-Clubs sollen Interesse an dem Flügelspieler gehabt haben, bevor er 2023 für stolze 60 Millionen Euro zu Manchester City wechselte.
Die medizinische Abteilung Belgiens steht nun vor der Aufgabe, den Spieler rechtzeitig für die nächsten Gruppenspiele fit zu bekommen. Bei der WM 2018 in Russland scheiterte Belgien erst im Halbfinale an Frankreich. In Katar will man nun den großen Traum vom Weltmeistertitel verwirklichen. Ein Sieg gegen den Iran wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Achtelfinale.
Der Spielausfall wirft auch Fragen zur Belastung junger Spieler auf. Doku bestritt in dieser Saison bereits über 40 Pflichtspiele für Manchester City und die belgische Nationalmannschaft. Die Doppelbelastung zwischen Club und Nationalteam fordert ihren Tribut. Guardiola hatte bereits vor der WM gewarnt, dass einige seiner Spieler physisch und mental erschöpft sein könnten.
Der Iran hingegen reist mit großem Selbstvertrauen nach Katar. Das Team von Trainer Carlos Queiroz zeigte in der Qualifikation starke Leistungen und gilt als ernstzunehmender Gegner. Ohne Doku muss Belgien eine andere taktische Ausrichtung wählen. Es wird erwartet, dass Martínez auf ein kompakteres System setzt, das weniger auf individuelle Dribblings, sondern auf geordnete Teamarbeit setzt.
Für Doku persönlich ist die Situation bitter. Der 21-Jährige träumte seit seiner Kindheit von der WM-Teilnahme. Nun muss er von der Seitenlinie zusehen, wie seine Teamkollegen um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen. Die belgische Nationalmannschaft wird alles daran setzen, ihrem verletzten Star die bestmögliche Unterstützung zu bieten.
Langfristig gesehen bleibt abzuwarten, wie sich die Atemwegsprobleme auf Dokus Karriere auswirken werden. Atemwegserkrankungen können bei Hochleistungssportlern hartnäckig sein und bedürfen einer sorgfältigen Behandlung. Manchester City wird die Situation genau beobachten und gegebenenfalls medizinische Experten hinzuziehen.
Die belgische Nationalmannschaft hat noch zwei Gruppenspiele vor sich. Nach dem Iran geht es gegen Kanada und Marokko. Ob Doku in einem dieser Spiele eingesetzt werden kann, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Die Hoffnung bei Belgien bleibt, dass der Youngster bald zurückkehrt und seinen Beitrag zum WM-Traum leisten kann. Fans und Experten gleichermaßen drücken die Daumen für eine schnelle Genesung.