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WM 2026: Die kompletten Gruppentabellen der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko

Die erste Weltmeisterschaft, die in drei Ländern gleichzeitig ausgetragen wird – in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko – hat nach der Gruppenphase ein erstes, klares Bild hinterlassen. Mit dem erweiterten Format auf 48 Mannschaften und damit zwölf statt acht Vorrundengruppen hat das Turnier 2026 die globale Fußballlandschaft neu vermessen. Für die deutschsprachigen Fans war es eine Phase, die Hoffnungen, Sorgen und einige unerwartete Wendungen miteinander verband. Die DFB-Elf, Österreich und die Schweiz spielten jeweils ihre Rolle in einem Turnier, das von taktischer Vielfalt, Verletzungen und einigen historischen Momenten geprägt war.

In der Gruppe A setzte sich Mexiko als gastgebende Nation an die Spitze und nutzte den Heimvorteil in den Stadien rund um Mexiko-Stadt. Südkorea, sonst Stammgast bei großen Turnieren, musste früh die Heimreise antreten. Gruppe B brachte einen offensiven Schlagabtausch zwischen Kanada und Katar, in dem Jonathan David mit einem Hattrick für Aufsehen sorgte. Der kanadische Stürmer wird in den kommenden Wochen zweifellos einer der Akteure sein, die bei den Bundesliga-Scouts ganz oben auf den Listen stehen. Alphonso Davies stand trotz kleinerer physischer Probleme nahezu durchgehend auf dem Platz und war auf der linken Außenbahn so prägend wie eh und je.

Die deutsche Mannschaft landete in einer Gruppe, die als eine der stärksten der gesamten Vorrunde galt. Gegen Ecuador setzte es eine 2:1-Niederlage, die in der Heimat sofort für Diskussionen sorgte. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann, gespickt mit Akteuren aus der Bundesliga – darunter Spieler des FC Bayern München und von Borussia Dortmund – tat sich schwer, in den entscheidenden Momenten die nötige Konsequenz zu zeigen. Das Weiterkommen wurde dennoch gesichert, wenn auch mit gedämpften Erwartungen für die K.o.-Runde. Bei Borussia Dortmund macht man sich unterdessen Sorgen: Nico Schlotterbeck verletzte sich im Turnier, der Verein spricht von einer möglichen monatelangen Pause – ein herber Rückschlag, auch im Hinblick auf die Bundesliga-Saison nach der WM.

In Gruppe C bestätigte Marokko seinen Status als afrikanische Großmacht und sicherte sich den ersten Platz. Die Belgier, mit etlichen Bundesliga-erfahrenen Akteuren im Kader, zogen ebenfalls in die nächste Runde ein und ließen Norwegen mit Erling Haaland hinter sich. Gruppe D stand im Zeichen von Lionel Messi, der mit seinem Treffer aus der Distanz den Rekord von Rivelino für die meisten Tore von außerhalb des Strafraums bei einer Weltmeisterschaft übertraf. Argentinien steht damit im Achtelfinale und bleibt ein Mitfavorit auf den Titel.

Gruppe E lieferte das deutsche Drama bereits beschriebener Form. In Gruppe F marschierte Brasilien ohne größere Probleme in die K.o.-Runde, während in Gruppe G die Niederlande ihren Spitzenplatz sicherten. Cody Gakpo und Memphis Depay zeigten sich in Torlaune, das Spiel gegen Tunesien endete mit einem klaren Erfolg für die Elftal, die damit als Gruppensieger in die nächste Runde gehen. Schweden, das sich nicht für die Endrunde qualifizieren konnte, schaut aus der Ferne zu. Die Skandinavier verpassten damit erstmals seit vielen Jahren wieder eine Weltmeisterschaft.

Die weiteren Gruppen boten ebenso Hochspannung: Kroatien und Spanien lieferten sich in Gruppe H ein taktisches Duell auf höchstem Niveau, bei dem Luka Modrić vermutlich seinen letzten großen Auftritt auf der internationalen Bühne hatte. In Gruppe I bestätigten die Niederlande, in Gruppe J sorgte der Senegal für Furore, schlug Polen und Iran und zog als afrikanische Spitzenmannschaft in die nächste Runde ein. Portugal und Kolumbien lieferten sich in Gruppe K ein hochklassiges Spiel, Cristiano Ronaldo bleibt – trotz aller Diskussionen über seine Rolle – eine zentrale Figur im Spiel der Portugiesen. Gruppe L wurde von der Türkei und der Schweiz belebt, die beide mit frühem Pressing und guter Organisation überraschten.

Die Verletzungsliste ist lang und illustriert die Belastung dieses Turniers: Neben Schlotterbeck sorgten auch Manuel Ugarte von Manchester United und Jarell Quansah für Schlagzeilen, die beide verletzungsbedingt ausfielen oder pausieren mussten. Bei Borussia Dortmund wird offen über mögliche Nachfolger für Schlotterbeck diskutiert, darunter Kandidaten aus dem eigenen Nachwuchsbereich. Auch ein möglicher Transfer von Felix Nmecha, dessen Ausstiegsklausel bei rund 100 Millionen Euro liegt, ist in diesem Kontext ein Thema an der Tabellenspitze der Bundesliga-Klubs. Manchester United beobachtet die Entwicklungen ebenfalls mit großem Interesse, plant womöglich eine schnelle Verpflichtung im Mittelfeld, sollte Ugarte länger ausfallen.

Beim Blick auf die Torschützenliste führt Jonathan David vor mehreren Premier-League-Stürmern, dicht gefolgt von Gakpo und Depay. Für die deutschen Fans bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft trotz des Weiterkommens noch nicht auf dem Niveau der ganz großen Turniere angekommen ist. Die kommenden Spiele gegen starke Gegner werden zeigen, ob die DFB-Elf tatsächlich in den erweiterten Favoritenkreis vorstoßen kann. Österreich und die Schweiz spielen in ihren jeweiligen Gruppen solide und können mit Selbstvertrauen in die zweite Turnierhälfte gehen. Die WM 2026 bleibt – unabhängig von den deutschen Befindlichkeiten – ein Turnier der Rekorde, der Überraschungen und der Geschichten, die noch geschrieben werden müssen.


Kaynaklar / Sources:
1. [NBC Sports – 2026 World Cup group stage table, full standings for all 12 groups](https://www.nbcsports.com)
2. [Diario AS – Netherlands at the 2026 World Cup](https://as.com)
3. [Diario AS – Japan at the 2026 World Cup](https://as.com)
4. [Diario AS – Germany at the 2026 World Cup](https://as.com)
5. [Diario AS – Norway at the 2026 World Cup](https://as.com)
6. [Diario AS – England at the 2026 World Cup](https://as.com)
7. [Diario AS – Sweden at the 2026 World Cup](https://as.com)
8. [Diario AS – Croatia at the 2026 World Cup](https://as.com)

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