Der kroatische Stratege Luka Modrić peilt offenbar eine historische Teilnahme an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 an – ein Turnier, bei dem der Mittelfeld virtuoso am 9. September 2026 bereits seinen 41. Geburtstag gefeiert haben wird. Diese mögliche Teilnahme würde nicht nur einen außergewöhnlichen Meilenstein in der Geschichte des Weltfußballs markieren, sondern auch die beispiellose Langlebigkeit eines Spielers unterstreichen, der seit über einem Jahrzehnt zur absoluten Weltspitze gehört.
Wie das Portal heavy.com unter Berufung auf Insider-Informationen berichtet, soll Modrić fest entschlossen sein, gemeinsam mit der Mannschaft von Trainer Zlatko Dalić nach Nordamerika zu reisen. Die kroatische Nationalmannschaft, liebevoll „Vatreni“ genannt, bereitet derzeit ihren Kader für das globale Spektakel vor, das im Sommer 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird. Sollte Modrić tatsächlich auflaufen, würde er in eine illustre Reihe von Fußball-Underdogs aufsteigen, die auch in fortgeschrittenem Alter noch auf höchstem Niveau agieren.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit aktuell über 180 Länderspieleinsätzen für Kroatien hat Modrić bereits jetzt einen historischen Platz in der kroatischen Fußballgeschichte sicher. Sein ikonischer Treffer im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2018 gegen Russland – ein Distanzschuss, der mit einer Geschwindigkeit von 89 km/h einschlug – gehört zu den unvergesslichen Momenten jenes Turniers, das Kroatien bis ins Finale führte. Dort unterlag das Team um Kapitän Modrić zwar der Équipe Tricolore mit 2:4, doch der Mittelfeldregisseur sicherte sich trotzdem den Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers.
Die deutsche Sportpresse verfolgt Modrićs Werdegang mit großer Aufmerksamkeit. Das Fachmagazin Kicker, als führende Stimme des deutschen Fußballs, bezeichnet den Kroaten regelmäßig als „Musterbeispiel für taktische Intelligenz und physische Disziplin“. In der Bundesliga, wo Modrić nie selbst aktiv war, kennt man seine Qualitäten dennoch aus unzähligen Duellen mit spanischen Klubs sowie durch die mediale Berichterstattung über seine atemberaubenden Auftritte bei Champions-League-Begegnungen gegen deutsche Mannschaften.
Auch der kicker analysiert immer wieder, welchen Einfluss Modrić auf nachrückende Generationen kroatischer Talente ausübt. Die Altersstruktur des kroatischen WM-Kaders 2026 offenbert eine interessante Mischung: Während Routiniers wie Modrić und Stürmer Ivan Perišić die Führungsrolle übernehmen, drängen vielversprechende Youngster aus der kroatischen Liga sowie aus europäischen Top-Ligen nach. Modrićs Expertise wäre dabei entscheidend, um diese Generationenbrücke zu schlagen und die kollektive Stärke des Teams zu maximieren.
Historisch betrachtet hat Modrić eine Karriere hingelegt, die in die Annalen des Fußballs eingehen wird. Von Dinamo Zagreb über Tottenham Hotspur bis zu Real Madrid – wo er seit 2012 die Fäden zieht – hat er insgesamt über 500 Pflichtspiele für die Königlichen absolviert und dabei mehrfach die Champions League gewonnen. Seine Fähigkeit, auch mit 39 Jahren noch das Tempo und die Übersicht eines Weltklasse-Spielers an den Tag zu legen, grenzt an das Außergewöhnliche.
Im internationalen Vergleich wäre Modrić bei der WM 2026 nicht der älteste Spieler überhaupt – Roger Milla nahm 1994 mit 42 Jahren teil, und der Kolumbianer Faryd Mondragón hielt 2014 mit 43 Jahren den Rekord. Dennoch würde eine Teilnahme des Kroaten einen besonderen Stellenwert einnehmen, da er aus einer Zeitgeneration stammt, die üblicherweise lange vor dem 40. Lebensjahr ihre Karriere beendet. Sein Fall illustriert, wie sich moderne Trainingsmethoden, Ernährung und medizinische Betreuung auf die sportliche Langlebigkeit auswirken.
Die Frage, die sich Beobachter nun stellen, lautet: Kann Modrić bei der WM 2026 noch den entscheidenden Unterschied ausmachen? Die Antwort dürfte komplexer sein als eine einfache Ja-oder-Nein-Antwort. Zweifellos fehlt ihm die Explosivität seiner Hochphase, doch sein Spielverständnis, seine Passgenauigkeit und seine Führungsqualitäten kompensieren vieles. Die Bundesliga-Expertise deutscher Medien zeigt, dass selbst kritische Stimmen anerkennen: Modrić verkörpert das, was man einen „IQ-Spieler“ nennt – jemand, der durch clevere Raumdeckung und vorausschauende Passwege den Gegner systematisch demontiert.
Für Kroatien wäre Modrićs mögliche Präsenz weit mehr als nur symbolisch. In einer Gruppe, die laut Turnierplan anspruchsvolle Gegner beinhalten könnte, wäre seine Erfahrung aus drei Weltmeisterschaften – 2006, 2014, 2018 und 2022 – ein unschätzbares Gut. Drei Turniere hat er bereits absolviert, wobei er 2018 und 2022 das Finale beziehungsweise das Halbfinale erreichte. Eine erneute tiefen Lauf würde die kroatische Erfolgsgeschichte fortschreiben und gleichzeitig die Legende Modrić um ein weiteres Kapitel bereichern.
Letztlich wird die Entscheidung über seine Teilnahme von seiner fitness zum Zeitpunkt der Nominierung abhängen. Doch die Signale aus dem kroatischen Lager deuten darauf hin, dass der Altmeister selbst fest davon überzeugt ist, noch einmal auf der größtmöglichen Bühne des Weltfußballs auftreten zu können. Sollte ihm dies gelingen, wäre es nicht nur ein Triumph für ihn persönlich, sondern auch eine Inspiration für alle Spieler, die davon träumen, ihre Karrieren über das vermeintlich übliche Limit hinaus zu verlängern. Die Fußballwelt wird gespannt beobachten, ob dieser Traum Wirklichkeit wird.