Die Fußballwelt richtetet ihren Blick auf das WM 2026 Gruppenspiel zwischen Frankreich und dem Irak – und auch in Deutschland ist die Vorfreude spürbar. Die Bleus, amtierender Vize-Weltmeister und als 2:1-Finalsiegert von 2018的历史aler Triumph noch in lebhafter Erinnerung, wollen ihre Ambitionen auf den erneuten Titelgewinn mit einem überzeugenden Auftakt untermauern.
Für deutsche Fans bieten sich verschiedene Anlaufstellen: Die ARD und das ZDF werden voraussichtlich übertragungsrechte für ausgewählte Begegnungen sichern, während der Pay-TV-Sender MagentaSport als zusätzliche Option zur Verfügung steht. Die Sportsendungen von Kicker und Sport Bild haben das Duell bereits als eines der interessantesten der Gruppe C hervorgehoben – nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen fußballerischen Traditionen beider Nationen.
Frankreichs Kader liest sich wie eine illustrierte Galerie der weltbesten Einzelspieler: Kylian Mbappé, aktuell mit einer Laufgeschwindigkeit von 35,3 km/h der schnellste Spieler der Ligue 1, bildet das Zentrum einer Offensive, die Trainer Didier Deschamps zur Verfügung steht. Innenverteidiger William Saliba vom FC Arsenal, zuletzt mit einer Passquote von 94,2 Prozent im Premier-League-Einsatz, soll die Defensive stabilisieren. Aus Bundesliga-Sicht verdient Aurélien Tchouaméni von Real Madrid besondere Beachtung – der Mittelfeldakteur gilt als möglicher Kandidat für einen Wechsel nach Deutschland, sollten die Königlichen ihn tatsächlich abgeben.
Die Equipe Tricolore reist mit einer beeindruckenden Bilanz an: In den letzten 15 Länderspielen erzielte Frankreich 38 Tore – ein Schnitt von 2,53 Treffern pro Partie. Daschnische Laissez-faire der Defensive um Torhüter Mike Maignan, das beim Nations-League-Sieg gegen Italien sichtbar wurde, bereitet Deschamps jedoch Sorgen. Wie BILD Sport jüngst berichtete, soll intern über eine defensivere Grundordnung diskutiert worden sein.
Der Irak hingegen kommt als krasser Außenseiter nach Nordamerika, trägt aber dennoch eine bemerkenswerte fußballerische Identität mit sich. Die Nationalmannschaft konnte sich zum ersten Mal seit 1986 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifizieren – eine Wartezeit von 40 Jahren, die das gesamte Land elektrisiert. Unter Trainer Radhi Shenaishil, der das Team seit 2023 führt, erzielte der Irak in der asiatischen Qualifikation 18 Tore in 10 Spielen. Jungstar Ramadan Youssef, gerade 21 Jahre alt geworden, wird als größtes Talent des Teams gehandelt und soll die Offensive beleben.
Historisch betrachtet ist dies das erste WM-Duell zwischen beiden Nationen. Die Franzosen bestritten ihr bisher einziges Spiel gegen den Irak 1995 bei einem Freundschaftsspiel in Saint-Étienne – ein 3:1-Erfolg, bei dem Youri Djorkaeff zwei Treffer erzielte. Fast 30 Jahre später treffen beide in einem völlig anderen Kontext aufeinander.
Die Bundesliga-Verbindung zum irakischen Team darf unterschätzt werden: Mehrere Legionäre des Teams spielen oder spielten in europäischen Ligen, darunter auch Spieler mit Vergangenheit in deutschen Nachwuchsakademien. Diese internationale Erfahrung könnte dem Außenseiter helfen, den Respekt vor dem Gegner abzulegen und mutig aufzutreten.
Der Anpfiff ist für 20:00 Uhr Ortszeit in Los Angeles angesetzt, was für europäische Zuschauer eine Live-Übertragung in den späten Abendstunden bedeutet. Fans in Deutschland können das Spiel voraussichtlich ab 21:00 Uhr verfolgen – perfekt timt für einen WM-Abend unter der Woche.
Die entscheidende Frage lautet: Kann der Irak mit der taktischen Disziplin und dem Kampfgeist, der asiatische Qualifikationsspiele prägte, den Franzosen Paroli bieten? Oder wird die technische Überlegenheit der Équipe Tricolore – mit einem Kaderwert von geschätzten 1,1 Milliarden Euro der teuerste der gesamten Gruppe C – frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen?
Für die Franzosen geht es nicht nur um drei Punkte, sondern um ein Statement: Nach der enttäuschenden EM 2024, bei der das Team im Halbfinale gegen Spanien ausschied, will Deschamps‘ Mannschaft zeigen, dass der Hunger auf den WM-Titel weiterhin groß ist. Ein klarer Sieg gegen den Irak wäre das perfekte Startsignal für eine Kampagne, die mit dem erneuten Triumph in den USA, Kanada und Mexiko enden soll.
Die irakische Delegation reist derweil mit dem Selbstverständnis an, nichts zu verlieren zu haben. Für ein Land, das sportlich von Krisen gezeichnet ist, repräsentiert die WM-Teilnahme einen Moment des nationalen Stolzes. Jeder gelbe Punkt, jeder überraschende Moment wäre ein Geschenk an eine Bevölkerung, die ihre Fußballer bei der Rückkehr als Helden empfangen wird.
Der Ball rollt bald – und mit ihm die Träume zweier Nationen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, aber im gemeinsamen Taumel des runden Leders für 90 Minuten vereint sein werden.