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David schreibt Geschichte mit Kanada-Hattrick bei der Weltmeisterschaft während seine Zukunft bei Juventus ungewiss bleibt

Der kanadische Fußball erlebt bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 einen historischen Moment, der weltweit für Aufsehen sorgt. Jonathan David schrieb am Donnerstagabend Geschichte, als er beim 4:1-Sieg seiner Nationalmannschaft gegen Katar zum ersten kanadischen Spieler überhaupt wurde, der einen Hattrick bei einer Weltmeisterschaft erzielte. Die Art und Weise, wie der Stürmer seine drei Tore erzielte – mit klinischer Effizienz und bemerkenswerter Ruhe vor dem gegnerischen Tor – unterstrich einmal mehr, warum der 25-Jährige zu den begehrtesten Stürmern Europas zählt.

David, der seit 2020 für Juventus Turin spielt, zeigte gegen die katariische Auswahl eine Galavorstellung, die selbst die kritischsten Beobachter beeindruckte. Bereits in der 23. Minute eröffnete der Angreifer den Torreigen mit einem präzisen Flachschuss ins rechte Eck. Sechs Minuten vor der Halbzeitpause verdoppelte er seine Ausbeute mit einem Kopfballtor nach einer Flanke von Alphonso Davies. Den Schlusspunkt setzte der Kanadier in der 67. Minute, als er einen Konter überlegt abschloss und damit seinen Namen in die Geschichtsbücher des Weltfußballs eintrug.

Mit diesem Hattrick avancierte David zum ersten Spieler der kanadischen Geschichte, dem dieses Kunststück bei einer WM-Endrunde gelang. In der ewigen WM-Statistik ist er nun der 52. Spieler, dem ein Hattrick im Turnier gelingt – und zugleich der erste Nordamerikaner seit US-Amerikaner Landon Donovan im Jahr 2010, dem dieses Kunststück bei einer Endrunde glückte. Diese Leistung unterstreicht die bemerkenswerte Entwicklung des kanadischen Fußballs, der sich unter Nationaltrainer Jesse Marsch zu einer ernstzunehmenden Kraft im internationalen Fußball gemausert hat.

Wie der Kicker in seiner Analyse betonte, habe David mit dieser Vorstellung „seinen Marktwert auf eine neue Dimension gehoben“. Die traditionsreiche Fachzeitschrift aus Stuttgart bezifferte den aktuellen Marktwert des Stürmers auf etwa 95 Millionen Euro – ein Betrag, der angesichts seiner konstanten Trefferquote und der WM-Gala kaum als überhöht erscheint. Juventus-Trainer Massimiliano Allegri, der den Kanadier seit Jahren coacht, zeigte sich nach dem Spiel sichtlich beeindruckt: „Jonathan hat heute Abend gezeigt, warum er zu den besten Stürmern der Welt gehört. Seine Bewegung ohne Ball ist außergewöhnlich, und seine Abschlussstärke macht den Unterschied.“

Die Freude über den historischen Erfolg wurde jedoch durch eine beunruhigende Nachricht aus dem Juventus-Lager getrübt. Mittelfeldspieler Koni, der im Sommer von Borussia Mönchengladbach zu den Bianconeri gewechselt war, erlitt in der 58. Minute eine schwere Verletzung am linken Knöchel und musste vom Feld getragen werden. Erste Untersuchungen im Spital von Lusail deuten auf einen Riss des Syndesmosebandes hin, wie Sport Bild berichtete. Sollte sich diese Diagnose bestätigen, könnte der 22-Jährige bis zu sechs Monate ausfallen – ein schwerer Schlag sowohl für Juventus als auch für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes.

Für Juventus Turin wirft Davids Gala-Auftritt nun erneut die Frage auf, wie lange der Verein seinen Top-Torschützen noch halten kann. Der kanadische Nationalspieler steht bei mehreren europäischen Topklubs auf dem Wunschzettel, darunter angeblich der FC Barcelona, Manchester City und auch der FC Bayern München. Die Bayern-Verantwortlichen um Sportdirektor Max Eberl sollen bereits im Frühjahr Kontakt zu Davids Beratern aufgenommen haben, wie die BILD-Zeitung exklusiv berichtete. Mit einem Vertrag bis 2028 und einer Ausstiegsklausel von etwa 120 Millionen Euro wäre ein Transfer des Kanadiers für die meisten Klubs finanziell darstellbar.

Der Spiegel merkte in einem Kommentar an, dass Davids Entwicklung „stellvertretend für den Aufstieg des kanadischen Fußballs“ stehe. Tatsächlich hat die CONCACAF-Nation seit der WM 2022 in Katar, als sie erstmals seit 1986 wieder bei einer Endrunde dabei war, enorme Fortschritte gemacht. Mit Spielern wie David, Bayern-Star Alphonso Davies und dem jungen Talent Cyle Larin verfügt Kanada über eine Generation, die das Potenzial hat, bei der WM 2026, die gemeinsam mit den USA und Mexiko ausgetragen wird, für Furore zu sorgen.

Für David persönlich könnte die Weltmeisterschaft 2026 zum Karriere-Katalysator werden. Sollte er seine Form aus dem Katar-Spiel konservieren und Kanada zu einem überraschenden Erfolg bei der Endrunde führen, wäre ein Wechsel zu einem noch größeren Klub nur noch Formsache. Juventus müsste sich dann ernsthaft mit dem Abgang ihres Torjägers arrangieren – oder tief in die Tasche greifen, um ihm ein langfristiges Angebot zu unterbreiten, das mit den Gehältern der europäischen Spitzenklubs konkurrieren kann.

Fest steht: Jonathan David hat mit seinem Hattrick nicht nur kanadische Fußballgeschichte geschrieben, sondern sich auch nachdrücklich auf dem internationalen Transfermarkt empfohlen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Juventus seinen Abwehrchef und Rekordtorschützen halten kann – oder ob der Kanadier seinen Weg Richtung europäischer Spitzenklub geht.