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Arsenal- und Real Madrid-Stars meistern WM-Qualifikationsspiele inmitten von Unentschieden

Leandro Trossard hat bei der belgischen Nationalmannschaft während der jüngsten Länderspielpause eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er mit seinen Leistungen bei Arsenal eine neue Stufe erreicht hat. Der 29-Jährige steuerte beim 3:2-Sieg gegen Brasilien einen Treffer bei und demonstrierte damit seine wachsende Bedeutung sowohl für den Klub als auch für die Roten Teufel. Laut Statistiken von transfermarkt.de kommt Trossard in der laufenden Saison auf drei Tore und zwei Vorlagen in der Premier League – bescheiden, aber seine Leistungen im Trikot Belgiens sprechen eine andere Sprache.

Während Trossard strahlte, herrschte bei Mikel Merino von Spanien eher gedämpfte Stimmung. Der Mittelfeldmann, der im Sommer von Real Sociedad zu den Gunners wechselte, kam in beiden Qualifikationsspielen der Spanier nur zu Kurzeinsätzen. Gegen Dänemark saß Merino 90 Minuten auf der Bank, beim 1:0-Sieg gegen Dänemark wurde er erst in der Nachspielzeit eingewechselt. Diese Rolle Frustration zeigt, dass der internationale Wettbewerb selbst vor arrivierten Spielern nicht haltmacht. Wie der Kicker berichtet, haderte Merino öffentlich mit seiner Situation und betonte, dass er sich bei der spanischen Nationalmannschaft mehr Spielzeit erwarte.

Die unterschiedlichen Erfahrungen der Arsenal-Profis während der Länderspielpause verdeutlichen die komplexe Realität des modernen Fußballs. Während Trossard in Topform zu glänzen scheint, kämpft Merino noch darum, sich im spanischen System zu etablieren. Für Trainer Mikel Arteta bei Arsenal, der selbst ehemaliger spanischer Nationalspieler ist, könnte diese Situation als Alarmzeichen dienen – Merino benötigt regelmäßige Spielpraxis, um bei den Gunners seinen Beitrag zu leisten.

Parallel dazu sorgten die Vertreter von Real Madrid für Aufsehen, wenngleich auf weniger erfreuliche Weise. Marc Cucurella, der spanische Außenverteidiger, erlebte eine turbulente Woche mit dem spanischen Team. Obwohl er gegen Dänemark zum Einsatz kam, endeten beide Qualifikationsspiele der Spanier torlos – ein 0:0 gegen Dänemark und ein weiteres Remis gegen Serbien. Die Zeitschrift Sport Bild analysierte die Situation und kritisierte die mangelnde Kreativität im spanischen Spiel, was auch auf Cucurellas bescheidene Vorlagenleistungen zurückzuführen sei.

Thibaut Courtois, der belgische Torhüter, erlebte derweil ein gemischtes Länderspielfenster. Im Gegensatz zu Trossard musste er beim 2:2-Unentschieden gegen Mexiko zwei Gegentore hinnehmen, obwohl er selbst mehrere Hochkaräter vereitelte. Historisch betrachtet war die belgische Defensive unter Courtois‘ Führung stets stabil – bei der Weltmeisterschaft 2022 kassierte Belgien nur vier Gegentore in fünf Spielen. Doch die jüngsten Auftritte lassen Fragen offen, insbesondere im Hinblick auf die EM-Qualifikation.

Federico Valverde, Uruguays Mittelfeldmotor bei Real Madrid, war ebenfalls an mehreren Unentschieden beteiligt. Uruguay kam gegen Paraguay nicht über ein 0:0 hinaus, obwohl Valverde mit einer Passquote von 92 Prozent überzeugte. In der laufenden Saison für Real Madrid bestritt Valverde bereits 15 Pflichtspiele und erzielte dabei drei Tore. Seine Dauerpräsenz sowohl bei Real als auch in der Nationalmannschaft zeigt die enorme Belastung, der europäische Top-Spieler ausgesetzt sind.

Die Häufung von Unentschieden in den WM-Qualifikationsspielen ist kein Zufall. Laut einer Analyse von BILD Sport zeigen die Daten, dass in der laufenden Qualifikationsrunde bereits über 40 Prozent aller Spiele unentschieden endeten – ein Trend, der die zunehmende Ausgeglichenheit im internationalen Fußball widerspiegelt. Selbst Teams wie Spanien, Belgien oder Uruguay, die traditionell als Favoriten gelten, haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre Überlegenheit in Siege umzumünzen.

Aus deutscher Perspektive ist die Situation besonders interessant. Bundestrainer Julian Nagelsmann dürfte die Auftritte seiner potenziellen Gegner bei der EM 2024 mit Argusaugen verfolgen. Spieler wie Kai Havertz, der bei Arsenal neben Trossard im Angriff aufgeboten wird, könnten von dessen internationaler Form profitieren. Die Bundesliga-Connection bleibt stark – allein bei Arsenal stehen mit Manuel Neuer, Ilkay Gündogan und Florian Wirtz regelmäßig deutsche Nationalspieler im Fokus der europäischen Top-Clubs.

Für die Zukunft deutet sich an, dass die WM-Qualifikation 2026 noch unpredictabler werden könnte. Die geografische Ausweitung des Turniers auf 48 Teams bedeutet mehrStartplätze, aber auch mehr Konkurrenz. Teams aus Afrika und Asien investieren massiv in ihre Nationalmannschaften, während europäische Verbände um ihre Vormachtstellung fürchten müssen. Spieler wie Trossard werden diesen Wandel maßgeblich mitgestalten – ihre Erfahrungen bei Top-Klubs wie Arsenal könnten den Unterschied zwischen Qualifikation und Scheitern ausmachen.