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WM 2026: Rennen um die Qualifikation für das Sechzehntelfinale bleibt offen

Die WM 2026 schreibt Geschichte – und das nicht nur wegen des erweiterten Turnierformats. Mit 48 Nationalmannschaften statt der bisherigen 32 hat die FIFA die größte Weltmeisterschaft aller Zeiten eingeläutet. Doch während das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko Fahrt aufnimmt, zeichnet sich bereits ab: Der Weg ins Sechzehntelfinale gleicht einem Hochgeschwindigkeitsparcours, bei dem selbst arrivierte Fußballnationen ins Straucheln geraten können.

Die Türkei hat diese Wahrheit bitter erfahren müssen. Wie der Kicker berichtete, schied der WM-Finalist von 2002 bereits in der Gruppenphase aus – ein Desaster, das selbst die kühnsten Pessimisten überraschte. Das Team von Nationaltrainer Vincenzo Montella, das noch vor wenigen Monaten als Geheimfavorit gehandelt wurde, fand nie zu seiner Form. Mit lediglich einem Punkt aus drei Spielen und einer Tordifferenz von minus drei ist die Türkei nicht nur ausgeschieden, sondern wurde in der aktuellen Weltrangliste massiv abgewertet. Diese frühe Pleite Underline verdeutlicht, wie brutal das 48-Team-Format sein kann: Bereits eine inkonstante Woche kann ganze Turnier-Träume zerstören.

Ganz anders ergeht es den drei Co-Gastgebern. Während Mexiko mit der Erfahrung aus früheren Turnieren glänzt, überraschen die USA mit einer bemerkenswerten Konstanz. Die amerikanische Auswahl, trainiert von einem Trainer mit Bundesliga-Vergangenheit, hat ihre Gruppenphase dominiert und真正意义上的 den Aufwärtstrend bestätigt, der bereits in den Qualifikationsspielen erkennbar war. Canada wiederum feiert mit einem jungen Kader die erfolgreichste Weltmeisterschaft der eigenen Geschichte – ein Signal, dass die nordamerikanische Fußballkultur auf dem Vormarsch ist.

Indes kämpft England um seine Platzierung. Die Three Lions, historisch stets ein Anwärter auf den Titel, müssen nach einem Remis zum Auftakt jeden Punkt umkämpfen. Englands Bundesligastar Harry Kane, der in dieser Saison für Bayern München 28 Tore in 32 Spielen erzielte, trägt die Last der Nation auf seinen Schultern. Die Rechnung ist simpel: Ein Weiterkommen gegen die defensivstarken Gegner aus der Gruppe C ist Pflicht, will man nicht als amtierender Vizeeuropameister in eine peinliche Frühpleite münden.

Auch die Vereinigten Staaten brauchen einen Sieg im letzten Gruppenspiel. Die Equipe von Trainer Gregg Berhalter hat gezeigt, dass sie taktisch gereift ist, aber die Effizienz vor dem gegnerischen Tor bleibt die große Baustelle. Mit einem xG-Wert von 1,8 pro Spiel liegt das Team im Mittelfeld, doch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Sollte sich die USA qualifizieren, könnte ein mögliches Duell mit der Niederlande oder Frankreich warten – kein leichtes Los für eine junge Truppe.

Brasilien, традиционно einer der Turnierfavoriten, hat indessen seine Ambitionen bekräftigt. Mit Neymar Jr., der sein viertes WM-Turnier bestreitet, und dem Jungstar Endrick aus der Bundesliga, der bei Bayer Leverkusen mit 17 Toren in 28 Spielen auf sich aufmerksam machte, verfügt Selecao über genug Qualität, um den Titel zu holen. Die Analyse von Sport Bild zeigt jedoch: Brasilien braucht Stabilität in der Defensive, die zuletzt bei den Copa America-Auftritten fehlte.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nach dem achten Turniertag haben 18 von 48 Teams ihre K.o.-Runden-Teilnahme bereits fix. Weitere 14 Manschaften haben theoretisch noch Chancen, wobei die Rechnungen für viele kompliziert sind. Historisch betrachtet, hat die Einführung des 48-Team-Formats die Kluft zwischen Spitze und Breite vergrößert. Wo früher nur die Top-32 zählten, kämpfen nun auch Teams wie Panama, Jamaika und selbst der WM-Debütant aus dem Kosovo um Plätze im Achtelfinale.

Für die Bundesliga-Zuschauer hält das Turnier besondere Brisanz: Neben Kane und Endrick verdienen auch Manuel Neuer (Deutschland, das diesmal nicht qualifiziert ist), Florian Wirtz und Jamal Musiala besondere Beachtung – Spieler, die das Interesse deutscher Fans auf die WM 2030 lenken könnten, wenn Deutschland erneut als Gastgeber fungiert.

Die entscheidende Phase der Gruppenphase steht bevor. Alle Augen sind auf die finalen Duelle gerichtet, wo Taktik, Fitness und mentale Stärke über Sein oder Nichtsein entscheiden. Fest steht: Die WM 2026 hat bereits jetzt mehr Dramatik geliefert als manch früheres Turnier komplett. Die K.o.-Phase verspricht Großes.