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WM 2026 Vorschau: Kann Japan endlich seinen Achtelfinal-Fluch brechen?

Japans Fußballnationalmannschaft steht vor einer Schicksalsfrage bei der Weltmeisterschaft 2026: Können die Blauen Samurai endlich ihren langjährigen Achtelfinale-Fluch brechen? Die japanische Auswahl reist mit berechtigten Hoffnungen, aber auch mit der Last einer enttäuschenden Geschichte in der K.o.-Phase zu diesem Turnier.

Die Samurai Blue haben in ihrer WM-Geschichte mehrfach die Gruppenphase überstanden – zuletzt 2018 in Russland und 2022 in Katar – nur um jeweils im Achtelfinale zu scheitern. 2010 in Südafrika war das Viertelfinale zum Greifen nah, als Japan gegen Paraguay im Elfmeterschießen unterlag. Diese悔恨 (Kuwashii, japanisch für „bittere Reue“) sitzt tief im kollektiven Gedächtnis der japanischen Fußballnation.

Die Gruppenphase der WM 2026 könnte Japan vor eine enorme Herausforderung stellen. In Gruppe F trifft die Mannschaft von Nationaltrainer Hajime Moriyasu auf Tunesien, und die Begegnung mit den Nordafrikanern gilt als richtungsweisend. Das Duell wird laut Kicker und Sport Bild intensiv von deutschen Beobachtern verfolgt, nicht zuletzt wegen der Bundesliga-Legionäre im japanischen Kader. Takumi Minamino von Monaco, der ehemalige Bundesliga-Spieler Wataru Endo sowie Daizen Maeda von Celtic FC bilden das offensive Kernstück der Japaner.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: In den letzten fünf Weltmeisterschaften erreichte Japan dreimal die K.o.-Runde – 2002, 2010, 2018 und 2022 – und schied jedes Mal im Achtelfinale aus. Die durchschnittliche Tordifferenz in diesen Achtelfinals betrug minus 1,75. Der historische Fluch ist also nicht nur Einbildung, sondern mathematische Realität.

Bundesliga-Experten beobachten besonders die Defensive Japans. Die Abwehrreihe, angeführt vom erfahrenen Maya Yoshida, muss sich gegen die physisch robustenTunesier behaupten. BILD Sport vermerkte kürzlich, dass Moriyasu eine defensive Umstellung erwägt, um mehr Stabilität zu gewährleisten. Die taktische Flexibilität wird entscheidend sein, denn Tunesien verfügt über schnelle Flügelspieler und setzt auf Konterangriffe.

Die Bedeutung des Tunisia-Spiels kann kaum überschätzt werden. Ein Sieg würde Japan Selbstvertrauen geben und die K.o.-Runde greifbar machen. Ein Unentschieden würde die Spannung halten, während eine Niederlage die Situation kritisch machen könnte. Die Gruppe F verspricht spannend zu werden, zumal auch Deutschland in Gruppe E mit dem Spiel gegen die Elfenbeinküste seine eigenen WM-Ambitionen verfolgt.

Die WM 2026 bietet Japan eine besondere Gelegenheit: Erstmals wird das Turnier in Nordamerika ausgetragen, und die kürzeren Reisewege könnten den asiatischen Teams entgegenkommen. Zudem hat sich der Kader der Samurai Blue in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Bundesliga-Scouts haben das Interesse an japanischen Talenten verstärkt, was die Entwicklung des fußballerischen Niveaus im Land widerspiegelt.

Die Frage bleibt: Ist 2026 das Jahr, in dem Japan den Fluch bricht? Die Antwort liegt in der Fähigkeit des Teams, unter Druck konstant zu performen. Die Gruppenspiele werden zum Lackmustest für die Turnierambitionen. Die Erfahrung aus vergangenen Enttäuschungen muss in positive Energie umgewandelt werden, sonst wird die Geschichte der Samurai Blue eine weitere schmerzhafte Fortsetzung erfahren.

Für japanische Fans, die seit Jahrzehnten auf diesen Moment warten, ist die Vorfreude riesig. Doch der Weg zum Viertelfinale führt nur über Siege – beginnend mit der richtigen Antwort gegen Tunesien. Die Blauen Samurai haben das Potenzial, aber sie müssen es endlich abrufen, wenn es darauf ankommt.