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Mexiko Besiegt Südkorea und Sichert Sich einen Platz in der K.-o.-Runde der CONCACAF-Qualifikation

Die mexikanische Nationalmannschaft hat am Donnerstagabend einen entscheidenden Schritt Richtung Weltmeisterschaft 2026 gemacht. Im Rahmen der CONCACAF-Qualifikation sicherte sich *El Tri* durch einen souveränen 2:0-Sieg gegen Südkorea den Einzug in die K.-o.-Runde – und avancierte damit neben den USA zum zweiten direkten Teilnehmer an der nächsten Turnierphase.

Vor 52.000 Zuschauern im Estadio Azteca von Mexico-Stadt erwischten die Hausherren den besseren Start. Bereits in der 14. Minute brach Mittelfeldstratege Romo den Bann, als er einen starken Pass von Kapitän Andrés Guardado verarbeitete und aus 18 Metern flach ins rechte Eck abschloss. Der Treffer gab den Mexikanern Sicherheit, und das Team um Bundestrainer-zukünftig-Trainer Steffen Baumgart – der das Spiel als Beobachter vor Ort verfolgte – kontrollierte fortan das Geschehen.

Südkorea, angeführt vom Dortmunder Bundesliga-Star Son Heung-min, der in der laufenden Bundesliga-Saison bereits elf Tore für den BVB erzielt hat, tat sich schwer mit dem mexikanischen Pressing. Die Asiaten, die noch um den Einzug in die K.-o.-Runde kämpfen, hatten lediglich zwei Torschüsse vorzuweisen – beide ungefährlich. „Wir wussten, dass Mexiko hier eine Festung hat“, kommentierte Südkoreas Trainer Jürgen Klinsmann nach der Partie, der die Niederlage eingestand: „In diesem Stadion zu gewinnen, ist extrem schwer. Jetzt müssen wir die anderen Ergebnisse abwarten.“

Den Schlusspunkt setzte Stürmer Rangel in der 78. Minute. Nach einer Flanke von Linksverteidiger Jesús Gallardo köpfte der Angreifer von Club América unhaltbar für Torhüter Kim Seung-gyu ein. Für Rangel war es das dritte Tor in den aktuellen Qualifikationsspielen, womit er seine Form aus der CONCACAF Nations League bestätigte. Mit nun insgesamt sieben Toren in zwölf Länderspielen hat sich der 24-Jährige endgültig als fester Bestandteil der mexikanischen Offensive etabliert.

Aus deutscher Sicht bot das Duell gleich mehrere Bundesliga-Brücken. Neben Son Heuning-min, der das gesamte Spiel auf der rechten Seite der Koreaner durchlief, stand auch Stuttgarts Angreiger Woo-young Jung in der Startelf. Beide Spieler standen im Fokus des Kicker, der im Vorfeld ausführlich über die Gefährlichkeit des südkoreanischen Angriffs berichtet hatte. Auch Sport Bild hatte die möglichen Bundesliga-Duelle gegen mexikanische Spieler thematisiert – etwa Guillermo Ochoa, der einst beim VfB Stuttgart unter Vertrag stand, nun aber bei América City sein Unwesen treibt.

Die historische Dimension des Spiels darf nicht unterschätzt werden. Mexiko hat seit 1990 jedes Mal an Weltmeisterschaftsendrunden teilgenommen – 34 Jahre ununterbrochene Präsenz auf der größten Fußballbühne. Der aktuelle Qualifikationszyklus ist dabei besonders wichtig, da die WM 2026 gemeinsam mit den USA und Kanada ausgetragen wird. Für *El Tri* bedeutet dies zusätzlichen Druck, aber auch eine historische Chance: Erstmals seit 1970 könnte das Turnier in Nordamerika stattfinden – und Mexiko als Mitgastgeber automatisch qualifiziert sein.

Doch die Qualifikation über die sportlichen Qualifikationsspiele unterstreicht die Stärke des mexikanischen Fußballs. Mit nun 16 Punkten aus acht Spielen liegt das Team von Trainer Jaime Lozano komfortabel auf dem zweiten Platz der Gruppenwertung, nur hinter den bereits qualifizierten USA, die zuvor Australien mit 3:1 besiegt hatten. „Das ist ein großartiger Abend für uns“, jubelte Mittelfeldmann Edson Álvarez, der selbst aus der Bundesliga-Erfahrung schöpft – der 26-Jährige spielte von 2019 bis 2022 für Ajax Amsterdam, stand aber in engem Kontakt mit Bundesliga-Scouts: „Wir haben hart gearbeitet, und dieser Erfolg zeigt, dass Mexiko bereit ist für die große Bühne.“

Für die K.-o.-Runde, die im kommenden März ausgetragen wird, erwartet die mexikanische Auswahl nun namhafte Gegner. Sollte Honduras seine Gruppe nicht gewinnen, droht ein Duell mit dem Karibik-Meister Jamaica. Alternativ könnte Costa Rica warten, das zuletzt mit einer beeindruckenden Siegesserie von vier Spielen auf sich aufmerksam machte.

Die mexikanische Presse reagierte euphorisch auf den Einzug. *ESPN México* sprach von einem „Signal an die Konkurrenz“, während *Mediotiempo* den „Geist von 1998″ beschwor – jenes Team, das bei der WM in Frankreich erstmals seit 62 Jahren ein Viertelfinale erreichte. In Deutschland wird man die Entwicklung aufmerksam verfolgen: Nicht nur wegen möglicher Begegnungen bei der WM 2026, sondern auch wegen des wachsenden Interesses deutscher Vereine an mexikanischen Talenten. Laut BILD-Informationen haben gleich drei Bundesliga-Klubs Scouts nach Mexico entsandt, um junge Spieler für die Zukunft zu beobachten.

Für Mexiko beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitung. Mit der Sicherung des K.-o.-Runde-Platzes hat *El Tri* zwar ein wichtiges Zwischenziel erreicht, doch das eigentliche Ziel bleibt klar: Bei der Weltmeisterschaft 2026 auf höchstem Niveau bestehen – und erstmals seit 1970 wieder über die Gruppenphase hinauskommen.