Der FC Liverpool hat seine Bemühungen um die Verpflichtung von Innenverteidiger-Talent Mohamed Diomande dramatisch verschärft, nachdem Paris Saint-Germain offenbar in den Bieterkampf um den ivorischen Nationalspieler eingestiegen ist. Wie die ESPN-Reporterzen David
(76),
(68),
(52),
(47) berichten, haben die Reds den 21-Jährigen als ihre Toppriorität für die kommende Transferperiode auserkoren – doch nun droht dem englischen Meister ein erbitterter Konkurrenzkampf mit den Franzosen.
Der Youngster von Sporting Lissabon hat sich in dieser Saison als eine der aufregendsten defensiven Entdeckungen Europas etabliert. Mit beeindruckenden 92 Prozent gewonnener Zweikämpfe und durchschnittlich 4,2 Balleroberungen pro Ligaspiel hat der Innenverteidiger das Interesse zahlreicher europäischer Schwergewichte geweckt. Auch der deutsche Fußball marktführer Kicker berichtete zuletzt über das gesteigerte Interesse aus der Premier League, während Sport Bild die Situation als „eines der spannendsten Transferrennen des Sommers” titulierte.
Die Liverpooler Verantwortlichen um Sportdirektor Michael Edwards haben bereits konkrete Verhandlungen mit dem portugiesischen Klub aufgenommen. Der Tabellenführer der Premier League möchte Diomande als langfristigen Nachfolger für die alternde Abwehrkette um Virgil van Dijk installieren. Die Reds kennen die Qualitäten des jungen Verteidigers aus der Champions League, wo er regelmäßig gegen hochkarätige Gegner überzeugte.
Doch der PSG meldet sich mit Ambitionen zurück. Die Pariser, die zuletzt den Franzosen Bradley Barcola als weiteres Angriffsziel ins Auge gefasst haben, wollen ihre defensive Formation mit frischem Talent verstärken. Sportdirektor Luis Campos hat die Viererkette zur „Kernpriorität” erklärt und betrachtet den Ivorer als idealen Baustein für die Zukunft. Französische Medien, darunter L’Équipe, vermelden bereits substanzielle Angebotsvorbereitungen aus der französischen Hauptstadt.
Der 21-Jährige, der 2022 für lediglich 4,5 Millionen Euro von Odense Boldklub nach Lissabon wechselte, hat seitdem einen bemerkenswerten Wertzuwachs erfahren. Schätzungen zufolge könnte die Ablöseforderung Sporting CPs zwischen 60 und 75 Millionen Euro liegen – ein Betrag, den beide Interessenten bereit sein sollen zu investieren. Die portugiesische Sportzeitung A Bola schätzt die Situation als „beispiellosen Bieterwettbewerb zwischen zwei europäischen Giganten” ein.
Historisch betrachtet ist der Transfermarkt zwischen Liverpool und PSG kein unbekanntes Terrain. Bereits 2017 lieferten sich beide Klubs einen öffentlichen Poker um den Brasilianer Lucas Moura, damals bei São Paulo. Am Ende sicherte sich PSG die Dienste des Flügelspielers für 25 Millionen Euro. Diese neuerliche Geschichte zeigt, dass die Pariser nicht davor zurückschrecken, englische Konkurrenz im Werben um Talente herauszufordern.
Für Liverpool kommt der Zeitpunkt des pariser Interesses denkbar ungünstig. Die Reds befinden sich in einer entscheidenden Phase des Premier-League-Titelskampfs, während gleichzeitig die Personalplanung für die kommende Saison vorangetrieben werden muss. Die Bundesliga könnte hier als unerwarteter Vergleichsmaßstab dienen: Spieler wie Antonio Rüdiger oder Süle haben in der Vergangenheit gezeigt, dass junge Verteidiger aus europäischen Topligen den Sprung zu den größten Klubs schaffen können.
Der ivorische Nationalspieler, der bereits sieben Länderspielepflichten vorweisen kann, soll persönlich eine Vorliebe für einen Wechsel zur Premier League geäußert haben. Innerhalb des Liverpooler Umfelds wird dies als ermutigendes Zeichen gewertet. Dennoch bleibt die Situation angesichts der finanziellen Macht des PSG fragil.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Liverpool seinen Vorsprung in den Verhandlungen verteidigen kann oder ob die Franzosen mit einem spektakulären Offer die Geduld der Reds auf die Probe stellen. Fest steht: Der Transferpoker um Mohamed Diomande entwickelt sich zur attraktivsten Personalie des anstehenden Transferfensters.