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Liverpool lehnt Inter Mailand Angebot von 21,7 Millionen Pfund für Mittelfeldspieler Curtis Jones ab

Liverpool hat einem verbalen Angebot von Inter Mailand eine klare Absage erteilt. Die Reds wiesen ein Offert über umgerechnet 25 Millionen Euro (rund 21,7 Millionen Pfund) für Mittelfeldspieler Curtis Jones zurück, wie mehrere britische Medien übereinstimmend berichten. Der Serie-A-Club muss laut Insidern deutlich tiefer in die Tasche greifen, will man den 23-Jährigen vor Transferschluss noch verpflichten.

Das Angebot aus Mailand soll nach Informationen von Sky Sports und BBC „erheblich unter“ der von Liverpool angesetzten Bewertung gelegen haben. Die Reds schätzen den Marktwert ihres Langzeitakademie-Spielers deutlich höher ein und zeigen sich damit erneut kompromisslos bei Spielern, die als tragende Säulen der Vereinsphilosophie gelten.

Jones durchlief sämtliche Jugendmannschaften bei den Merseysiders und trägt den Verein bereits seit seinem neunten Lebensjahr im Herzen. Seit seinem Bundesliga-Debüt im Januar 2020 gegen Sheffield United hat der gebürtige Liverpooler über 130 Pflichtspiele für die erste Mannschaft absolviert. In der abgelaufenen Premier-League-Saison steuerte der offensive Mittelfeldakteur in 29 Ligaspielen drei Treffer und zwei Vorlagen bei – bescheiden, doch für einen Spieler, der sich im Umbruch der Klubidentität befindet.

Die Rotation bei Liverpool unter Trainer Arne Slot macht auch vor Jones nicht halt. Der Niederländer, der im Sommer die Nachfolge von Jürgen Klopp antrat, setzt auf einen deutlicheren Ballbesitzfußball als sein deutscher Vorgänger. Jones, der in der Vergangenheit sowohl im zentralen Mittelfeld als auch auf der Zehn und auf dem Flügel agierte, passt grundsätzlich in dieses Profil. Die Frage bleibt, ob er unter dem neuen Regime eine Stammrolle einnehmen wird oder als hochwertige Alternative im Kader fungiert.

Inter Mailand seinerseits bastelt emsig an einem Umbau der eigenen Mittelfeldzentrale. Die Nerazzurri verloren in diesem Sommer Marc Süle ablösefrei Richtung Borussia Dortmund – ein Transfer, der auch in Deutschland für Aufsehen sorgte. Sport Bild und Kicker berichteten ausführlich über die Personalie und deren Auswirkungen auf den italienischen Markt. Inter-Coach Simone Inzaghi benötigt dringend Verstärkung für die Zentrale, nachdem Nicolò Barella und Henrikh Mkhitaryan ordentlich beansprucht werden.

Die strategische Ausrichtung Liverpools bei Verkaufsverhandlungen hat sich unter den neuen sportlichen Entscheidungsträgern nicht verändert. Die Fenway Sports Group, Mehrheitseigner des Vereins, verfolgt weiterhin eine strikte Preispolitik. Das zeigt auch das aktuelle Beispiel. Jones besitzt einen Vertrag bis 2027, was Liverpool eine erhebliche Verhandlungsstärke verleiht. Ablöseforderungen unter 40 Millionen Pfund erscheinen unrealistisch – selbst wenn der Spieler in der Hierarchie nicht mehr uneingeschränkt gesetzt ist.

Für den englischen Nationalspieler, der 2023 sein Debüt für die Three Lions feierte, wird die Situation zunehmend delikat. In der vergangenen Saison musste er wiederholt von der Bank kommen. Unter Slot könnte sich dies ändern, doch ein Verbleib bei den Reds bedeutet auch, sich gegen neue Konkurrenz durchzusetzen. Der Mexikaner Alexis Mac Allister und der Argentinier Alexis Mac Allister bilden aktuell das Fundament im Zentrum, Ergänzungen sind nicht ausgeschlossen.

Blickt man auf die Bundesliga-Perspektive, bleibt festzuhalten, dass derartige Ablöseforderungen im europäischen Vergleich längst keine Ausnahme mehr darstellen. Deutsche Clubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund operieren mittlerweile in ähnlichen finanziellen Sphären. Die Premier League dominiert zwar weiterhin bei den Gesamtausgaben, doch die Kluft zu den europäischen Top-Ligen schrumpft langsam. Inter selbst investierte über 30 Millionen Euro in Mehdi Taremi, was zeigt, dass man durchaus bereit ist, für das richtige Profil tiefer zu greifen.

Für Jones persönlich dürfte die Entscheidung über seine sportliche Zukunft bald anstehen. Ein Verbleib in Liverpool bedeutet, sich unter Slot zu empfehlen und die eigene Entwicklung voranzutreiben. Ein Wechsel nach Italien böte ihm hingegen die Möglichkeit, in der Serie A Fuß zu fassen – einer Liga, die für ihre taktische Finesse und kreative Spielweise bekannt ist. Ob Inter bereit ist, die von Liverpool geforderte Summe zu zahlen, bleibt abzuwarten.

Fest steht: Liverpool zeigt keine Eile, seinen Langzeitakademiker abzugeben. Die Absage an Inter ist ein deutliches Signal an sämtliche Interessenten. Sollte ein ernsthaftes Angebot eingehen, das der Bewertung entspricht, könnte das Kapitel dennoch ein anderes Ende nehmen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie ernst es den Nerazzurri tatsächlich ist – und ob Jones‘ Geduld mit einer Reservistenrolle bei Liverpool noch lange anhält.