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Europäische Vereine aktiv auf dem Transfermarkt angesichts des Interesses an Schlüsselspielern

Der Transfermarkt in Europa läuft in diesen Wochen wieder auf Hochtouren, und während die großen Ligen ihre Sommerplanungen vorantreiben, sorgen auch die türkischen Topklubs für reichlich Gesprächsstoff. Fenerbahçe, Beşiktaş, Galatasaray und Trabzonspor greifen beherzt an und haben gleich mehrere hochkarätige Namen auf ihrer Liste – darunter Akteure aus der Premier League, der Bundesliga und der Ligue 1.

Fenerbahçe hat in dieser Transferperiode bereits für Aufsehen gesorgt. Wie der türkische Journalist Yağız Sabuncuoğlu via X mitteilte, hat der Istanbuler Klub eine Einigung mit Paris Saint-Germain über eine Ablöse von 15 Millionen Euro für Milan Škriniar erzielt. Der slowakische Innenverteidiger war vergangene Saison an Paris ausgeliehen und besitzt beim französischen Meister noch einen Vertrag bis 2028. Doch die Personalie droht an der Gehaltsfrage zu scheitern. Škriniar soll jährlich rund acht Millionen Euro netto fordern – eine Summe, die Fenerbahçe nach Informationen der Sport Bild nur schwer stemmen kann. Verhandlungen laufen derzeit auf Hochtouren, und beide Seiten suchen nach einer Kompromisslösung.

Parallel dazu hat Fenerbahçe einen weiteren Stürmer ins Auge gefasst: Aleksandar Mitrović. Der serbische Torjäger, der seine Karriere einst beim FC Schalke 04 begonnen und dort in 14 Bundesligaspielen vier Treffer erzielte, spielt aktuell in Saudi-Arabien bei Al-Hilal und soll dort laut türkischen Medien einem Jahresgehalt von etwa 20 Millionen Euro verdienen. Fenerbahçe möchte den 30-Jährigen zurück nach Europa locken und hat laut übereinstimmenden türkischen Berichten bereits offizielle Schritte unternommen. Der Bundesliga-Rückkehrer Gianluca Mancini wird ebenfalls mit den Gelb-Dunkelblauen in Verbindung gebracht, während auch ein 22-jähriger Youngster namens „Tango-Star“ auf der Liste stehen soll – ein Spieler, für den West Ham United und Crystal Palace ebenfalls Interesse bekundet haben.

Auch der Erzrivale Beşiktaş mischt im Transferpoker kräftig mit. Wie die spanische Sportzeitung Marca berichtet, haben die Schwarzläuten ein Angebot für Casemiro von Manchester United unterbreitet. Der 33-jährige Brasilianer, einst für 70 Millionen Pfund von Real Madrid nach Manchester gewechselt, absolvierte in der vergangenen Premier-League-Saison 32 Einsätze und steuerte drei Tore bei. Nach Informationen des türkischen Portals Fanatik soll United bereit sein, den Mittelfeldstrategen für eine Ablöse von etwa zehn Millionen Pfund abzugeben. Beşiktaş‘ Sportlicher Leiter soll sich bereits in der englischen Hauptstadt aufgehalten haben, um die Verhandlungen voranzutreiben. Darüber hinaus wurde dem Klub ein Spieler von Wolverhampton Wanderers durch Vermittler angeboten – nähere Details wurden bislang nicht öffentlich.

Trabzonspor derweil richtet seinen Blick gen Osteuropa. Wie die Nachrichtenagentur DHA meldet, hat der Klub vom Schwarzen Meer beim tschechischen Serienmeister Slavia Prag wegen Christos Zafeiris angefragt. Der griechische Mittelfeldspieler, 2002 in Athen geboren, stand in der abgelaufenen Saison in 33 Pflichtspielen auf dem Platz und steuerte vier Vorlagen bei. Die Bordo-Mavililer haben laut kicker.de bereits die finanziellen Konditionen erfragt und wollen bei passenden Rahmenbedingungen ein offizielles Angebot vorlegen.

Bei Galatasaray derweil wurde bereits Vollzug vermeldet: Der Gabuner Nationalspieler Mario Lemina wurde als Neuzugang präsentiert und soll dem Mittelfeld der Löwen Stabilität verleihen.

Liverpool war auf dem Transfermarkt ebenfalls sehr aktiv und sicherte sich Flügelspieler Victor Munoz von Osasuna für 34,5 Millionen Pfund. Munoz erlitt jedoch einen frühen Rückschlag durch eine Weltmeisterschaftsverletzung. Die Reds verfolgen zudem aktiv Yan Diomande von RB Leipzig und sollen bereit sein, 86 Millionen Pfund zu bieten, obwohl ein Abschluss noch aussteht.

Tottenham Hotspur findet sich in mehreren Transferszenarien wieder. Der Nordlondoner Klub soll Adam Wharton ins Visier genommen haben, während Brighton ein verbessertes Angebot für Spurs-Innenverteidiger Luka Vuskovic unterbreitet hat. Zusätzlich hat der FC Barcelona Interesse am Tottenham-Verteidiger Micky van de Ven gezeigt. Andernorts war Fulhams erstes Angebot für Chibuike Nwaiwu erfolglos, und Arsenal soll sich Berichten zufolge mit Atlético Madrid auf einen Tauschhandel geeinigt haben, der Alvarez und Gyökeres umfasst.

Der transnationale Transferpoker zeigt einmal mehr, dass die Grenzen im modernen Fußball längst verschwommen sind. Türkische Klubs buhlen um ehemalige Bundesliga-Profis, englische Schwergewichte scouten junge Talente aus ganz Europa, und selbst das saudische Kapital treibt die Marktmechanismen in ungeahnte Höhen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, welche dieser ambitionierten Pläne tatsächlich Form annehmen – und welche nur heiße Luft bleiben.