Spielvorschauen

Lamine Yamal und Oyarzabal Führen Spanien zu Einem Überzeugenden Sieg gegen Saudi-Arabien

Luis de la Fuente hatte einen besonderen Wunsch geäußert: einen neuen Pullover zum Geburtstag. Stattdessen beschenkten ihn seine Spieler mit etwas viel Wertvollerem. Spanien zerlegte Saudi-Arabien in Atlanta mit 4:1 und schenkte seinem Trainer damit das perfekte 65. Geburtstagsgeschenk. Die Partie war ein Befreiungsschlag nach dem mageren 1:1 zum Auftakt gegen Kap Verde, als die Roja 97 Minuten brauchte, um den Ausgleich zu erzielen – und das auch nur durch ein Last-Minute-Tor.

Der Mann des Abends war einmal mehr Lamine Yamal. Mit gerade einmal 17 Jahren und 291 Tagen lieferte der Youngster eine Gala-Vorstellung ab, bereitete ein Tor vor und zog im Tempel des NFL-Teams Atlanta Falcons die Fäden. Trainer De la Fuente war nach Abpfiff kaum noch zu halten vor Begeisterung. „Das, was wir als außergewöhnlich empfinden, betrachtet er als völlig normal“, schwärmte der Coach und verglich sein Talent mit künstlerischen Giganten: „Er ist ein Genie, wie Salvador Dalí oder Michelangelo.“ Doch bitte, so De la Fuente, keine Vergleiche mit Lionel Messi oder Diego Maradona. Man solle Yamal einfach himself sein lassen.

Die Zahlen untermauern den Hype. Yamal ist der jüngste Spieler, der jemals bei einem großen Turnier für Spanien aufgelaufen ist. In der Nations League hatte er bereits mit 16 Jahren debütiert und dort denkwürdige Auftritte hingelegt. Gegen Saudi-Arabien war er der Dreh- und Angelpunkt im spanischen Angriffsspiel – ein Spielmacher im少年的 Körper, der Gegenspieler narrte und seine Mitspieler in Szene setzte.

Mikel Oyarzabal steuerte einen Doppelpack bei und bewies einmal mehr seine Konstanz. Der Flügelspieler von Real Sociedad hat in seinen letzten zwölf Länderspielen an 15 Toren direkten Anteil – eine Bilanz, die auch in der Bundesliga für Aufmerksamkeit sorgen würde, schließlich spielt mit Alejandro Grimaldo ein weiterer Spanier bei Bayer Leverkusen eine tragende Rolle. Die deutsche Liga hat in den vergangenen Jahren verstärkt spanische Talente aufgenommen und von der exzellenten Nachwuchsarbeit der Roja profitiert.

Historisch betrachtet knüpft diese Generation an die Ära an, die Spanien zwischen 2008 und 201