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Frenkie de Jong fällt als Fitnesstest für die Niederlande vor der Länderspielpause aus

Der FC Barcelona bangt weiter um seinen Mittelfeldstrategen Frenkie de Jong. Der 27-jährige Niederländer hat in dieser Saison lediglich 14 Pflichtspiele für die Katalanen bestritten – eine Bilanz, die sowohl beim Club als auch in der niederländischen Nationalmannschaft für erhebliche Besorgnis sorgt. Nach Informationen des spanischen Portals Barca Blaugranes und übereinstimmender Berichte der Sport Bild bleibt de Jong ein Fitness-Doubt für die anstehenden Länderspieltermine.

Nationaltrainer Ronald Koeman, selbst einstiger Barcelona-Star, äußerte sich am Rande des Trainingslagers in Zeist zur Situation seines Schützlings. „Wir beobachten Frenkies Fortschritt Tag für Tag“, erklärte der 61-Jährige gegenüber Reportern. „Er hat in den vergangenen Wochen individuell gearbeitet, aber eine endgültige Entscheidung über seine Nominierung werden wir erst kurz vor dem сбор treffen.“ Koeman wahrte dabei die ihm eigene Balance zwischen Optimismus und Vorsicht – eine Haltung, die auch die deutsche Sportpresse in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt hat.

De Jong selbst hatte in einem Interview mit NOS vor wenigen Tagen für Aufsehen gesorgt, als er zugab, dass er sich „noch nicht vollständig bereit“ fühle. Diese offenen Worte des Mittelfeldspielers stehen im Raum und nähren Zweifel an einer rechtzeitigen Genesung. Der Blondschopf leidet seit Monaten an wiederkehrenden Beschwerden im Sprunggelenk, die bereits mehrfach seinen Spielrhythmus unterbrachen. Allein in dieser Saison verpasste der ehemalige Ajax-Spieler zehn Pflichtspiele aufgrund verschiedener Fitnessthemen – eine Zahl, die sein Dilemma verdeutlicht.

Die Geschichte von de Jong bei Barcelona liest sich wie die eines Spielers, der von seinem eigenen Körper ausgebremst wird. Seit seinem Wechsel für stolze 75 Millionen Euro im Jahr 2019 hat der Niederländer nie konstant an seine überragenden Leistungen aus der Amsterdamer Ära anknüpfen können. In der laufenden Spielzeit kam er auf lediglich 890 Einsatzminuten – statistisch bedeutet dies durchschnittlich etwas mehr als 60 Minuten pro Startelf-Einsatz. Zum Vergleich: In seiner letzten vollständigen Saison 2022/23 stand de Jong noch bei 47 Pflichtspieleinsätzen und galt als unangefochtene Stammkraft im Zentrum der Blaugrana.

Aus deutscher Perspektive ist die Situation auch deshalb brisant, weil de Jong im kommenden März ausgerechnet gegen Deutschland hätte antreten sollen – ein Duell, das nun ohne ihn stattfinden könnte. Die deutsche Nationalmannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft am 25. März in der Nations League auf Oranje. Für das deutsche Mittelfeld mit Spielern wie Joshua Kimmich, Florian Wirtz und dem formschwachen Toni Kroos wäre ein Gegner de Jong sicherlich eine andere Hausnummer als ein geschwächtes Niederlande-Team.

Die Bundesliga-Verbindung zu diesem Thema ist durchaus vorhanden. Gleich mehrere deutsche Clubs sollen in der Vergangenheit Interesse an de Jong bekundet haben, als ein Wechsel noch denkbar schien. Der FC Bayern München und Borussia Dortmund sollen intern über eine Verpflichtung spekuliert haben – letztlich setzten die Katalanen jedoch auf eine langfristige Bindung. Aus der Bundesliga-Perspektive wäre ein fitte de Jong sowohl als Konkurrent als auch als potenzieller Transferinteressent relevant.

Koeman muss nun abwägen, ob er de Jong in den vorläufigen Kader beruft und auf eine überraschende Genesung spekuliert, oder ob er von Beginn an auf alternative Optionen im Mittelfeldzentrum setzt. Mit Tijjani Reijnders von AC Mailand und Ryan Gravenberch vom FC Bayern München stehen nominell gleich zwei Bundesliga-Legionäre in den Planungen bereit – zwei Spieler, die durchaus von de Jongs Abwesenheit profitieren könnten.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Wettlauf gegen die Zeit für de Jong siegreich endet. Der Spieler selbst soll Berichten zufolge alles daran setzen, rechtzeitig fit zu werden – auch wenn seine eigenen Worte („Ich bin nicht bereit“) eine andere Sprache sprechen. Kicker und BILD berichten übereinstimmend, dass eine finale Entscheidung erst 48 Stunden vor dem ersten Länderspiel erwartet wird.

Für Ronald Koeman und die Niederlande wäre ein Ausfall de Jongs ein herber Rückschlag im Hinblick auf die WM 2026. Der Mittelfeldmotor gilt als Schaltzentrale im Spielaufbau – ohne ihn fehlt eine zentrale Komponente im System. Die Zeichen verdichten sich, dass Oranje ohne seinen prominentesten Barcelona-Legionär in die entscheidende Phase der Nations-League-Vorbereitung gehen muss.