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England benennt Kader für die Weltmeisterschaft 2026; Palmer und Foden als bemerkenswerte Auslassungen

Die Entscheidung des englischen Nationaltrainers, Cole Palmer und Phil Foden nicht in den vorläufigen Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu berücksichtigen, hat im englischen Fußball für erhebliche Diskussionen gesorgt. Beide Spieler zählen zu den gefragtesten Offensivkräften der Premier League, was die Auswahlentscheidung umso überraschender macht. Während die Three Lions in Nordamerika ihren ersten WM-Titel seit 1966 anstreben, müssen sie ohne zwei ihrer kreativsten Talente auskommen.

Palmer, der in der abgelaufenen Saison 22 Tore für den FC Chelsea erzielte und zusätzlich 13 Vorlagen beisteuerteite, hatte sich zu einem der konstantesten Scorer der Bundesliga-Konkurrenz entwickelt. Der 22-Jährige wurde von Trainer Thomas Tuchel als fundamentaler Baustein im Mittelfeld aufgebaut und führte die Blues zu einem vierten Tabellenplatz. In Deutschland hatten selbst Bundesligisten die Entwicklung des Youngsters mit Interesse verfolgt, wie der Kicker mehrfach berichtete. Die Tatsache, dass ein Spieler mit dieser Bilanz nicht im englischen Aufgebot auftaucht, wirft Fragen über die Kriterien des Trainerteams auf.

Foden, von vielen als eines der größten Talente im englischen Fußball seit Jahren bezeichnet, verzeichnete für Manchester City 19 Treffer und neun Assists in der vergangenen Spielzeit. Der 24-Jährige wurde von Pep Guardiola systematisch zu einem der besten Mittelfeldspieler der Welt entwickelt und war Teil der City-Mannschaft, die das Champions-League-Finale erreichte. Laut Sport Bild hätten mehrere Bundesliga-Vereine großes Interesse an einer Verpflichtung gezeigt, wäre ein Transfer denkbar gewesen. Diese Spekulationen unterstreichen, wie hoch das Ansehen der beiden Ausgelassenen im internationalen Fußball eingeschätzt wird.

Historisch betrachtet ist Englands Suche nach einem WM-Titel von Misserfolgen geprägt. Seit dem legendären Triumph von 1966 im Wembley-Stadion gegen Deutschland haben die Three Lions bei keiner Weltmeisterschaft mehr als den vierten Platz erreicht. Bei der EM 2024 unterlag die Mannschaft im Finale gegen Spanien und verpasste damit erneut die Chance auf einen großen Titel. Der Kader, der nun für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko nominiert wurde, setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Spielern wie Kapitän Harry Kane, der für Bayern München 36 Pflichtspieltore erzielte, und jüngeren Talenten wie Jude Bellingham von Real Madrid, der in der spanischen La Liga mit 19 Toren überzeugte.

Die Entscheidung gegen Palmer und Foden könnte taktische Überlegungen widerspiegeln. Das Trainerteam bevorzugt möglicherweise eine kompaktere Mannschaftsstruktur mit weniger egozentrischen Spielern. In deutschen Medien wurde dies als Zeichen gewertet, dass Teamchemie über individuelle Brillanz gestellt wird. Die BILD-Zeitung kommentierte, dass England damit einen strategischen Weg einschlage, der an die erfolgreichen Turniermannschaften anderer Nationen erinnere.

Für die Three Lions beginnt die heiße Phase der Vorbereitung in den kommenden Wochen. Nach der Nominierung von 26 Spielern wird das Team in einem Trainingslager zusammenkommen, bevor erste Testspiele stattfinden. Die Gruppengegner für die Weltmeisterschaft 2026 werden bei der Auslosung im kommenden Monat festgelegt. Die britische Presse erwartet eine harte Gruppe, da England als eine der stärksten europäischen Mannschaften eingestuft wird.

Die Auslassungen von Palmer und Foden werden zweifellos die öffentliche Debatte in England weiter anheizen. Kritiker werfen dem Trainerstab vor, etablierte Stars zu bestrafen und damit die Siegchancen zu verringern. Befürworter argumentieren, dass der Kader ausgewogener zusammengesetzt sei und damit besser für ein Turnier auf höchstem Niveau geeignet wäre. Diese Kontroverse wird die Three Lions bis zum Turnierbeginn begleiten.

Langfristig könnte die Entscheidung auch Auswirkungen auf die Zukunft der beiden Spieler im Nationaltrikot haben. Sollte England ohne sie den lang ersehnten Titel gewinnen, würde dies die Entscheidung des Trainerstabs nachträglich legitimieren. Bei einem Scheitern jedoch würden die Auslassungen als schwerer Fehler in die englische Fußballgeschichte eingehen. Die WM 2026 wird thus nicht nur sportlich, sondern auch emotional für eine gesamte Nation von großer Bedeutung sein.